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  Programme der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK)

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Transfer-21

http://www.transfer-21.de

Das BLK-Programm „Transfer-21“ will Bildung für eine nachhaltige Entwicklung befördern und schließt in diesem Sinne an das BLK-Programm „21“ an.
Das Programm basiert auf der Kombination von neuen Lerninhalten und -methoden mit flankierenden Schulentwicklungsprozessen. Beides gemeinsam ermöglicht nachweislich eine inhaltsbezogene Unterrichtsentwicklung und Qualitätsverbesserung der Lehr-/Lernkultur in Schulen.
Um dieses Zusammenwirken inhalts- und prozessbezogener Komponenten auch in der Breite wirksam werden zu lassen und fest zu verankern, wird ein programmspezifisches Transferkonzept umgesetzt. Der Transfer konzentriert sich auf fünf Aufgaben:
1. Expansion auf 4500 Schulen.
2. Ausbau von dauerhaften Beratungs- und Unterstützungsstrukturen.
3. Umfängliche Fortbildung von Multiplikatoren und Multiplikatorinnen.
4. Ausweitung auf Grundschulen und Ganztagsschulen.
5. Integration in die Lehrerbildung.
Dem länderübergreifenden Austausch wird innerhalb des Transferkonzepts in besonderer Weise Rechnung getragen, um einen umfassenden Transfer der innerhalb des Innovationsprogramms arbeitsteilig erzeugten Ergebnisse zu sichern.
So liegt auch das innovative Potenzial des Programms in der Entwicklung von Konzepten und Materialen zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung mit einer gegenseitigen Nutzung der arbeitsteiligen Ergebnisse. 

Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts

http://blk.mat.uni-bayreuth.de/indexblk.html

Ziel des BLK-Modellvorhabens ist die Qualitätssicherung und Optimierung von Lehren und Lernen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern auf der Ebene der Schule in Gang zu setzen und mit dem Ziel zu stützen, diesen eine eigene Dynamik zu geben, die über den Modellversuch hinaus trägt.
Im Rahmen des Modellprogramms soll ein entsprechender Prozeß der Qualitätsentwicklung bezogen auf die allgemein bildenden Funktionen des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts angeregt und unterstützt werden. Diese Zielperspektive schließt das sicher beherrschte, flexibel anwendbare Grundwissen und das geistig durchdrungene, vielseitig vernetzte und anschlußfähige Orientierungswissen ebenso ein wie das Bewußtsein von der Bedeutung von Mathematik und Naturwissenschaften für das Begreifen der Welt und die eigene Beteiligung am gesellschaftlichen Leben sowie die Bereitschaft, Entwicklungen in diesen Gebieten weiter zu verfolgen bzw. weiter zu lernen. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind:
- Weiterentwicklung einer Aufgabenkultur im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht;
- Naturwissenschaftliches Arbeiten;
- aus Fehlern lernen;
- Sicherung von Basiswissen;
- verständnisvolles Lernen auf unterschiedlichen Niveaus;
- Zuwachs von Kompetenz erfahrbar machen: Kumulatives Lernen;
- Fächergrenzen erfahrbar machen: Fachübergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten;
- Förderung von Mädchen und Jungen;
- Entwicklung von Aufgaben für die Kooperation von Schülern;
- Verantwortung für das eigene Lernen stärken;
- Prüfen: Erfassen und Rückmelden von Kompetenzzuwachs;
- Qualitätssicherung innerhalb der Schule und Entwicklung schulübergreifender Standards.
Das innovative Potenzial des Programms liegt in der Qualitätsentwicklung des mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts. 

Systematische Einbeziehung von Medien, Informations- und Kommunikationstechnologien in Lehr- und Lernprozesse

http://dbbm.fwu.de/semik/start/index.html

Zentrales Ziel des BLK-Programms „SEMIK“ ist die nachhaltige Integration neuer Medien in den Unterrichtsalltag aller Schularten und -stufen. Die fünf Schwerpunkte des Programmes sind Lehreraus- und -fortbildung, Schulentwicklung, Entwicklung von Unterrichtskonzepten, Curriculumentwicklung und Bereitstellung technischer Tools.
Den Ausgangspunkt bilden bildungstheoretische Annahmen zur Wissensgesellschaft, die neue Anforderungen an ihre Mitglieder stellen. In bezug auf den zukünftigen Umgang mit Information sind dies vor allem eine gezielte Informationsbeschaffung, -selektion und -verarbeitung sowie eine verantwortungsbewusste Wissensnutzung.
Der Umgang mit neuen Medien soll in diesem Sinne als neue Kulturtechnik an Schulen vermittelt werden. In konkreten Situationen des Schulalltags soll der Einsatz der neuen Technologien erfahren werden. Medien, Kommunikations- und Informationstechnologien sollen dabei als Lehr-Lern-Tool, als Anlass zur Entwicklung und Anwendung neuer Lehr-Lernformen, als Gestaltungsmittel sowie als eigenständiger Lehr-Lerninhalt betrachtet werden. Wesentliches Lernziel ist der Erwerb anwendbaren und anschlussfähigen Wissens.
Das didaktische Leitkonzept des Programmes ist problemorientiertes Lernen als Balance zwischen Instruktion und Konstruktion. Grundlegend dafür sind Gestaltungsprinzipien wie Lernen anhand authentischer Probleme, Lernen in variierenden Kontexten und Lernen in Gruppen.
Das innovative Potenzial des Programms liegt in der Einbeziehung neuer Medien in Lehr- und Lernprozesse aller Schulformen und -stufen zur umfassenden Optimierung der schulischen Medienbildung. 

Qualitätsverbesserung in Schulen und Schulsystemen

http://www.pedocs.de/volltexte/2008/361/pdf/abschlussbericht_quiss_projektgruppe.pdf

Ziel des BLK-Programms ist die Steigerung von Bildungsleistung im Zusammenhang mit innovativer Weiterentwicklung und Selbstgestaltung über zwei Arbeitsebenen: einmal in der Einzelschule und zum anderen im Schulsystem.
Dahinter steht die begründete Vermutung, dass die anstehende Weiterentwicklung – konzentriert auf Lernkultur und Teilautonomie – nicht die Schulebene allein betrifft, sondern als Übergang zu einer neuen Lernordnung den Gesamtzusammenhang von operativer Ebene und Steuerungsebene angeht.
Dem Programm basierte in diesem Sinne auf folgenden Leitvorstellungen:
- Eine hohe Selbstgestaltungsverantwortung in den Ländervorhaben sollte die Beteiligten zu engagierten, innovationsbewussten Akteuren machen und sie für eine kontinuierliche Weiterentwicklung in Schulen und Schulsystemen gewinnen und befähigen.
- Die Vorhaben sollten so geführt werden, dass die Rahmenbedingungen und die tatsächliche Durchführung der Unterrichts- und Erziehungsarbeit erkennbar verbessert würden.
- Die Entwicklung in allen Projekten sollte systemisch angelegt werden, wobei es zunächst offen bleiben konnte, welche und wie viele Wirkungsfaktoren in ihrem Wirkungsbezug zusammengeführt werden konnten. Die Schulen sollten darüber hinaus aus ihrer Vereinzelung herausgeholt werden und in Netzwerkstrukturen einbezogen werden.
- Die Einzelschulen sollten nach der Systematik „Schulprogramme – Umsetzung – Evaluation – Rechenschaftslegung – Folgeplanung“ vorgehen.
- Operative Ebene und Steuerungsebene, d.h. Einzelschule und Schulverwaltung, sollten im Arbeitsprozess zusammengeführt werden.
- Die Akteure des Modellversuchsprogramms in den Schulen und auf der Steuerungsebene sollten ihre Arbeit kritisch begleiten, dabei unterschiedliche Formen der Selbstevaluation anwenden und eine kritische Rechenschaftslegung übernehmen.
Das innovative Potenzial des Programms lag in der qualitativen Weiterentwicklung des Schulwesens in Deutschland. 

Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

http://www.pedocs.de/volltexte/2008/147/pdf/heft69.pdf

Ziel des BLK-Programms war die Orientierung der schulischen Bildung am Konzept der Nachhaltigkeit.
An den Schnittpunkten von Ökologie, Ökonomie und Sozialem wurde ein zukunftsfähiger Wandel herbeigeführt. Zudem wurden auch andere Bereiche wie entwicklungspolitische Bildung, Verkehrs- und Gesundheitserziehung sowie der gesamte Bereich der Öffnung von Schule berührt.
Schwerpunkte des Programms waren die Herstellung interdisziplinären Wissens, partizipatives Lernen und innovativer Strukturen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Das innovative Potenzial liegt im Auf- und Ausbau von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Schule. 

Kulturelle Bildung im Medienzeitalter

http://www.pedocs.de/volltexte/2008/219/pdf/heft77.pdf

Ziel des BLK-Programms ist die Entwicklung und Erprobung innovativer Modelle für den kreativen und kompetenten Umgang mit den neuen Medientechnologien in der kulturellen Bildung/Ausbildung. Die geförderten Modellvorhaben beschäftigen sich unter verschiedenen Fragestellungen mit den Schnittstellen von Kunst, Kultur und Medien.
Insgesamt werden neue Formen des kreativen Umgangs von Auszubildenden und Lehrenden mit der Informationstechnologie erprobt, wobei die entstehenden Modelle auf andere Bildungsbereiche und Fachgebiete übertragbar sein sollen. Kooperationen zwischen den Bildungsbereichen sind bereits in der Konzeption vorgesehen worden.
Schwerpunkte des Förderprogramms sind neue technologische Möglichkeiten für die ästhetische Bildung, neue Studienangebote im Bereich künstlerischer Arbeit mit und an Medien, neue Wahrnehmungsmöglichkeiten sowie ästhetische Erfahrungen als Lehrprinzip im Unterricht.
Das innovative Potenzial des Programms liegt in der Entwicklung der Verknüpfung von Medienbildung und kultureller Bildung. 

Innovative Fortbildung der Lehrer an beruflichen Schulen

http://www.innovelle-bs.de

Ziel des BLK-Programms war die Verbesserung der Qualifizierung der Berufsschullehrer in der 2. (Vorbereitungsdienst/Studienseminar) und 3. Phase (berufsbegleitende Fortbildung), da hierdurch notwendige Veränderungen schnell und direkt in die beruflichen Schulen eingebracht werden können. Insbesondere erprobte Innovationen aus berufsschulischen BLK-Modellversuchen wurden in die Lehrerfortbildung und in den Vorbereitungsdienst transferiert und dadurch verbreitet und umgesetzt.
Programmschwerpunkte waren besondere Fragen des Vorbereitungsdienstes (z.B. Qualifizierung von „Seiteneinsteigern“ für den Schuldienst, der Seminarleiter und Fachleiter, der Mentoren und Ausbildungslehrer, Bewertung von Lehrproben) und Lehrerfortbildung in Verbindung mit der Schnittstelle zum Vorbereitungsdienst (Unterrichtsgestaltung, Berufliche Schulen im Berufsbildungssystem, Organisation der Lehrerqualifizierung).
Das innovative Potenzial des Programms liegt in der Optimierung von Aus- und Fortbildung für Berufsschullehrer. 

Demokratie lernen & leben

http://www.blk-demokratie.de

„Demokratie lernen & leben“ ist ein Schulentwicklungsprogramm, das auf Initiative der Bund-Länder-Kommission (BLK) von 2002 bis 2007 in 13 Bundesländern durchgeführt wird.
Ziel des Programms ist es, durch die Demokratisierung von Unterricht und Schulleben die Bereitschaft junger Menschen zur aktiven Mitwirkung an der Zivilgesellschaft zu unterstützen. Es ist auch eine Antwort auf Gewalt, Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen und auf die seit Jahren zunehmende Politikverdrossenheit und Politikdistanz.
Das innovative Potenzial des Programms liegt in der modellhaften Nutzung der demokratiepädagogischen Möglichkeiten von Schule zur Förderung der demokratischen Handlungskompetenz von Schülerinnen und Schülern, indem in Schulentwicklungsprozessen die Kultur der jeweiligen Schule demokratisiert wird. 

 

Christina.Koenig@fwu.de