Suche im Newsarchiv

News-Archiv Nr. 720

leiterbahn_links leiterbahn_rechts

loetpunktTreffer 4 von 700

[8. 12 2003] Teure Hausaufgaben: das Geschäft mit Online-Schülerhilfen

WWW: http://www.gmk-net.de/pm00068.htm

Im GMK-Newsletter vom 03.12.03

Pressemitteilung Datum: 03.12.2003 Teure Hausaufgaben: das Geschäft mit Online-Schülerhilfen Das Projekt SafeBorders der GMK informiert über das Risiko kostenpflichtiger Schülerangebote im Internet Abzocker im Internet haben eine neue Masche entdeckt, um Kinder und Jugendliche zur Nutzung von Dialern zu verführen, die enorm hohe Telefonrechnungen verursachen. In den letzten Monaten sind verstärkt Seiten im WWW aufgetaucht, die für den Download von Hausaufgaben und Referaten hohe Gebühren fordern. Die Website www.dialerschutz.de hat bereits Anfang Oktober am Beispiel der Seite www.schulstadt.de darauf aufmerksam gemacht. Seitdem wird auf immer mehr Schüler-Webseiten versucht, Kasse zu machen. Die Anbieter halten sich zwar an die aktuelle Gesetzgebung, aber die Preisinformationen sind oft gut versteckt am Screenrand oder im nicht hervorgehobenen Fließtext. Seiten wie www.hausaufgaben.com und www.schulstadt.de verlangen von ihren Nutzern die Installation einer Zugangssoftware und die anschließende Aktivierung eines Dialer-Programms. Kosten von 1,86 Euro pro Minute, die durch eine 0190er-Nummer verursacht werden, sind die Folge. Auch die ehemals gratis nutzbare Webseite von www.hausaufgaben.de, die noch immer in vielen Linklisten für Kinder und Jugendliche auftaucht, wird inzwischen nach diesem Prinzip geführt. Rein rechtlich gesehen dürfen zwar nur Erwachsene einen Dialer aktivieren, aber alle Anbieter weisen in ihren AGBs darauf hin, dass Eltern für ihre Kinder haften, um trotzdem an das Geld zu kommen. Die seriöse Aufmachung der Seiten und die oft interessanten Überschriften einzelner Artikel lassen leicht übersehen, welche Regeln gelten. Die im Vordergrund stehende Gewinnabsicht einiger dieser Schüler-Hilfen wird auch erkennbar durch die in Aussicht gestellten lukrativen Partnerschaften für andere Webseiten-Betreiber. Mit hohen Gewinnbeteiligungen wird so versucht, Bauernfänger für die teuren Hausaufgaben-Dienste zu gewinnen. Anbieter der kostenpflichtigen Hausaufgaben-Webseiten sind oft Firmen, die eine Vielzahl von Internet-Diensten aller Art und aller Themengebiete mit ähnlichen Methoden vermarkten. Das Projekt SafeBorders rät daher Multiplikatoren im Bereich der Medienpädagogik, immer wieder aufs Neue zu prüfen, ob die Zugangsbedingungen ehemals freier Webseiten geändert wurden, um zu verhindern, dass Abzocker-Angebote weiterempfohlen werden. Ohnehin sollten Sammlungen von Referaten und sonstigen Arbeiten nie unkommentiert vorgeschlagen werden, da immer die Gefahr besteht, dass Schüler solche Datenbanken nicht als Denkanstoß verwenden, sondern die Vorlagen direkt kopieren. Liste kostenpflichtiger Online-Lernhilfen:
www.hausaufgaben.de;
www.hausaufgaben.com;
www.schulstadt.de;
www.naturkatastophen.de;
www.referate.ag